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Ein Tennisarm, medizinisch auch Epicondylitis radialis genannt, ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur verursacht wird. Obwohl es sich bei dem Namen um eine spezifische Verletzung durch Tennisspielen handelt, kann ein Tennisarm durch eine Vielzahl von Aktivitäten verursacht werden, die wiederholte Bewegungen des Unterarms erfordern. In diesem Artikel werden wir uns auf die Anatomie des Unterarms, die Symptome und Ursachen eines Tennisarms, Lösungen und Prävention konzentrieren.

Aufbau und Anatomie des Unterarms

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Der Unterarm besteht aus zwei Knochen, dem Radius (Speiche) und der Ulna (Elle), die parallel zueinander verlaufen und durch eine Membran (hautähnliches Bindegewebe), die Membrana interossea, verbunden sind. Die Knochen des Unterarms bilden das distale Ende des Ellenbogens und das proximale Ende des Handgelenks.

Die Muskeln des Unterarms sind in zwei Gruppen unterteilt: die vorderen Muskeln und die hinteren Muskeln. Die vorderen Muskeln umfassen den Flexor carpi radialis, den Palmaris longus, den Flexor carpi ulnaris, den Pronator teres, den Pronator quadratus, den Flexor digitorum superficialis, den Flexor digitorum profundus und den Flexor pollicis longus. Die hinteren Muskeln (radiale Seite), auch Streckmuskeln genannt, umfassen den Extensor carpi radialis brevis, den Extensor carpi radialis longus, den Extensor carpi ulnaris, den Anconeus, den Supinator, den Abductor pollicis longus, den Extensor digitorum, den Extensor pollicis brevis und den Extensor pollicis longus. Die Strecksehnen der Streckmuskeln bilden am unteren Ende des Oberarmknochens und am Ellenbogen-Knöchelchen den gemeinsamen Sehnenansatz. Zusätzlich verläuft der Ellennerv entlang der Elle.

Symptome eines Tennisarms

Ein Tennisarm ist durch Schmerzen im Unterarm gekennzeichnet, die sich normalerweise auf der äußeren (radialen) Seite des Ellbogens befinden. Die Schmerzen können auch in den Unterarm oder das Handgelenk ausstrahlen. Typischerweise treten die Schmerzen bei Aktivitäten auf, die eine Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur erfordern, wie beispielsweise beim Heben von Gegenständen, langer Gartenarbeit, Schlägersportarten, beim Drehen des Handgelenks oder beim Greifen von Objekten. Andere Symptome können eine eingeschränkte Beweglichkeit des Handgelenks oder des Ellenbogens sein. Auch “Kribbeln” bis in die Hand kommt als typische Symptomatik häufig vor.

Hier sind weitere häufige Symptome, die bei einem Tennisarm auftreten können:

  1. Schmerzen im Unterarm und im Ellenbogen:

Der Schmerz tritt normalerweise auf der Außenseite des Ellenbogens auf und kann sich bis zum Unterarm und in die Hand erstrecken. Der Schmerz kann schlimmer werden, wenn der Arm belastet wird, beispielsweise beim Greifen oder Drehen des Handgelenks.

  1. Schwierigkeiten bei der Ausübung von Aktivitäten:

Menschen mit einem Tennisarm können Schwierigkeiten haben, alltägliche Aktivitäten auszuführen, wie beispielsweise das Tragen von schweren Gegenständen oder das Schreiben mit einem Stift.

  1. Schwäche im Unterarm:

Eine Schwäche im Unterarm kann ebenfalls ein Symptom eines Tennisarms sein. Die betroffene Person kann Schwierigkeiten haben, Gegenstände zu greifen oder zu halten. Hier kommt es zu einem schmerzbedingten Kraftverlust der Unterarmmuskulatur.

  1. Steifheit im Ellenbogen:

Ein Tennisarm kann auch eine Steifheit im Ellenbogen verursachen, die es schwierig macht, den Arm zu bewegen. Oft verharrt man aufgrund dessen in einer sogenannten “Schonhaltung”.

  1. Taubheit oder Kribbeln:

Einige Menschen mit einem Tennisarm können Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Unterarm oder in den Fingern spüren. Hier muss man beachten, dass dies auch eine Symptomatik eines Bandscheibenvorfalls in der Halswirbelsäule sein kann. Deshalb sollte ein Arzt eine differenzierte Diagnose stellen, um den wirklichen Ursachenherd auszumachen.

  1. Schmerzen beim Drücken auf den Ellenbogen:

Wenn man auf den Ellenbogen und die umliegenden Unterarmmuskeln drückt, kann dies ebenfalls Schmerzen verursachen, was auf einen Tennisarm hinweist. Der medizinische Fachbegriff dafür lautet Druckdolenz.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle diese Symptome bei jedem mit einem Tennisarm auftreten müssen. Bei einigen anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel dem HWS-Bandscheibenvorfall oder dem Schulter-Arm-Syndrom kann es zu ähnlichen Symptomen kommen, weshalb sich ein Gang zum Arzt lohnt, um die genaue Ursache festzustellen. Einige Menschen können nur leichte Schmerzen im Ellenbogen spüren, während andere unter schweren Schmerzen und Einschränkungen leiden können.

Wenn die Symptome eines Tennisarms nicht behandelt werden, können sie sich verschlimmern und langfristige chronische Schäden an den Muskeln und Sehnen im Unterarm verursachen. So kann es rezidivierend, also wiederkehrend, zu Beschwerden im Arm kommen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig ärztliche Hilfe aufzusuchen, wenn man Symptome eines Tennisarms bemerkt.

Ursachen eines Tennisarms

Ein Tennisarm wird durch Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur verursacht. Dies tritt normalerweise aufgrund wiederholter Bewegungen des Handgelenks auf, wie z. B. beim Tennis, aber auch durch andere Aktivitäten wie Malen, Schreiben, Computerarbeit, Handwerksarbeiten oder Gartenarbeit. Diese Bewegungen führen zu kleinen Defekten und Rissen in den Sehnen, die die Unterarmmuskulatur mit dem Ellbogen verbinden. Diese Risse können zu Reizungen, Entzündungen und dann zu Schmerzen führen.

Hier sind einige der häufigsten Ursachen von Tennisarm:

  1. Wiederholte Bewegungen:

Wie der Name schon sagt, tritt ein Tennisarm oft bei Tennisspielern auf, die wiederholte Bewegungen des Unterarms ausführen. Dies kann beispielsweise das Schlagen des Balls oder das Halten des Schlägers beinhalten. Es kann jedoch auch bei anderen Sportarten oder beruflichen Tätigkeiten auftreten, die eine wiederholte Belastung der Muskeln und Sehnen des Unterarms erfordern, wie z.B. beim Malen oder Schreiben.

  1. Überbeanspruchung:

Eine übermäßig lange Belastung des Unterarms kann ebenfalls zu einer Epicondylitis radialis führen. Dies kann beispielsweise durch das Tragen schwerer Gegenstände oder durch eine übermäßige Belastung beim Training oder bei der Arbeit verursacht werden.

  1. Alter:

Ein Tennisarm tritt häufig bei Menschen zwischen 30 und 50 Jahren auf. Im Alter werden die Muskeln und Sehnen des Körpers allmählich schwächer und weniger flexibel, was das Risiko einer Verletzung erhöht.

  1. Ungleichgewicht der Muskeln:

Ein Ungleichgewicht der Muskeln im Unterarm kann auch zu einem Tennisarm führen. Wenn einige Muskeln im Unterarm stärker oder schwächer sind als andere, kann dies zu einer ungleichmäßigen Belastung der Muskeln und Sehnen führen. Ein Ungleichgewicht kann auch durch langanhaltende Beschwerden der Nachbargelenke wie zum Beispiel des Schultergelenkes oder der Halswirbelsäule entstehen.

  1. Genetische Faktoren:

Einige Menschen können aufgrund ihrer genetischen Veranlagung (z.B. unnatürlicher Knochenbau) anfälliger für einen Tennisarm sein als andere.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Entzündungen des Unterarmes auf dieselbe Ursache zurückzuführen sind. Einige Menschen können aufgrund einer Kombination von Faktoren anfälliger für einen Tennisarm sein. Es ist auch wichtig zu beachten, dass die genaue Ursache eines Tennisarms nicht immer bekannt ist.

Lösungen für einen Tennisarm

Ein Tennisarm kann durch verschiedene Methoden behandelt werden. Hier sind einige der am häufigsten verwendeten Lösungen:

  1. Ruhe:

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Behandlung eines Tennisarms ist es, dem betroffenen Arm Ruhe zu gönnen. Dies kann bedeuten, dass man seine sportlichen Aktivitäten für eine bestimmte Zeit aussetzt oder seine Arbeit anpasst, um weitere Überbeanspruchungen des betroffenen Arms zu vermeiden. Die Länge der Ruhezeit hängt von der Schwere der Verletzung ab, kann aber in der Regel mehrere Wochen bis Monate dauern.

  1. Physiotherapie:

Eine Physiotherapie ist eine wichtige Behandlungsoption für einen Tennisarm. Ein Physiotherapeut kann spezielle Übungen empfehlen und diese anleiten, um das Gelenk und die Muskulatur des Unterarms zu mobilisieren und zu dehnen. Diese Übungen können helfen, den Heilungsprozess zu beschleunigen und das Risiko eines erneuten Tennisarms zu verringern. Darüber hinaus kann der Physiotherapeut auch andere Techniken wie Triggerpunktmassagen, Manuelle Therapietechniken oder Elektrotherapie anwenden, um Schmerzen, Entzündungen und Funktionsstörungen im Zusammenhang eines Tennisarms zu lindern.

  1. Medikamente:

Schmerzmittel können helfen, Schmerzen und Entzündungen im betroffenen Arm zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, die Medikamente nur wie vom Arzt verschrieben einzunehmen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

  1. Kortisoninjektionen:

In einigen schweren und chronischen Fällen ist es unabwendbar, eine Kortisoninjektion in den betroffenen Bereich verabreicht zu bekommen, um die Entzündungen zu lindern und um aus der Schonhaltung des Unterarmes herauszukommen. Diese Injektionen werden normalerweise nur in schweren Fällen empfohlen und sollten nur von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden.

  1. Chirurgie:

In sehr seltenen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um den geschädigten Bereich zu reparieren. Dies wird normalerweise nur dann in Betracht gezogen, wenn alle anderen Optionen fehlgeschlagen sind.

Prävention von Tennisarm

Wie bei vielen Verletzungen ist es am besten, einen Tennisarm zu vermeiden, bevor er überhaupt auftritt. Hier sind einige Tipps, die dabei helfen können, das Risiko eines Tennisarms zu reduzieren:

  1. Warm-up und Stretching:

Ein ordnungsgemäßes Aufwärmen und Stretching vor jeder sportlichen Aktivität, gerade bei unterarmlastigen Sportarten, oder körperlichen Arbeit kann helfen, die Muskeln des Unterarms aufzuwärmen und Überbeanspruchungen zu vermeiden.

  1. Richtige Technik:

Es ist wichtig, die richtige Technik bei allen Aktivitäten anzuwenden, die wiederholte Bewegungen des Unterarms erfordern. Beim Tennisspielen kann zum Beispiel eine schlechte Schlagtechnik zu einem Tennisarm führen. Es ist daher ratsam, sich von einem qualifizierten Trainer beraten zu lassen und die richtige Technik zu erlernen.

  1. Vermeidung von Überbeanspruchung:

Es ist wichtig, sich selbst nicht zu überfordern und den Unterarm nicht übermäßig zu belasten. Wenn Sie Anzeichen von Müdigkeit oder Schmerzen bemerken, ist es ratsam, eine Pause einzulegen und den Arm zu schonen.

  1. Stärkung der Muskeln:

Eine regelmäßige funktionelle Stärkung der Muskeln des Unterarms kann dazu beitragen, das Risiko einer Entzündung des Unterarmes zu reduzieren. Ein Trainer oder Physiotherapeut kann spezielle Übungen empfehlen, um die Muskeln des Unterarms zu stärken.

  1. Verwendung von geeignetem Equipment:

Bei sportlichen Aktivitäten ist es wichtig, das richtige Equipment zu verwenden. Tennis- oder Golfschläger sollten beispielsweise so ausgewählt werden, dass sie zur individuellen Körpergröße und -form passen und eine angemessene Griffgröße haben.

Fazit

Ein Tennisarm kann eine schmerzhafte und störende Verletzung sein, die bei Tennisspielern und anderen, die wiederholte Bewegungen des Unterarms ausführen, auftreten kann. Die Verletzung wird durch eine Überbeanspruchung der Muskeln und Sehnen des Unterarms verursacht und kann Symptome wie Schmerzen, Schwäche, Funktionsverlust des Unterarmes und Steifheit verursachen.

Die Behandlung eines Tennisarms umfasst Ruhe, Physiotherapie, Medikamente, Kortisoninjektionen und in seltenen Fällen Chirurgie. Beginnende Schmerzen im Unterarm, die über eine Woche anhalten, sollten nicht unterschätzt werden, da es sonst unter Umtänden zu einer chronischen Entzündung kommen kann. Dies kann den Heilungsverlauf erheblich verzögern. Am besten ist es, präventive Maßnahmen wie das richtige Aufwärmen und Stretching, die Verwendung von geeignetem Equipment und die Vermeidung von Überbeanspruchung des Unterarms zu ergreifen, wenn man häufig belastende Unterarmbewegungen durchführt.

Schließlich ist es wichtig zu beachten, dass nicht nur Tennisspieler von einem Tennisarm betroffen sein können. Jeder, der wiederholte belastende Bewegungen des Unterarms ausführt, sei es beim Arbeiten, beim Heben von Gewichten oder beim Spielen von Sportarten wie Golf oder Baseball, kann von einem Tennisarm betroffen sein. Deshalb sollten die Präventionsmaßnahmen und Behandlungsoptionen, die hier besprochen wurden, von allen beachtet werden, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.

Es ist auch wichtig, den Tennisarm nicht zu ignorieren oder zu versuchen, ihn zu überwinden, indem man einfach weiter trainiert oder arbeitet. Eine frühe Diagnose und Behandlung kann dazu beitragen, dass der Tennisarm schneller heilt und Komplikationen vermieden werden.

Darüber hinaus kann eine gute allgemeine Fitness dazu beitragen, das Risiko eines Tennisarms zu verringern. Eine regelmäßige körperliche Aktivität, die verschiedene Muskelgruppen anspricht, kann dazu beitragen, die allgemeine Muskulatur zu stärken und Überbeanspruchungen zu vermeiden.

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